mindandmuse.de https://mindandmuse.de/blog/ Fri, 30 Oct 2026 06:22:18 +0000 de-DE hourly 1 https://mindandmuse.de/blog/ https://mindandmuse.de/blog/#comments Sun, 13 Apr 2025 15:30:00 +0000 https://mindandmuse.de/blog/ Weiterlesen

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Das Leben hat keinen Sinn, du bringst Sinn in es hinein.
Joseph Campbell


Du wirst den Sinn des Lebens niemals finden.

Sorry, not sorry, aber:

"Wie finde ich den Sinn meines Lebens?" ist die falsche Frage.

Du kannst ihn nicht finden. Es steht nicht irgendwo eine Tüte mit "Sinn" herum, die du wie bei einer Ostereier-Suche finden kannst. Es gibt keinen magischen Ort, kein besonderes Buch, in dem du endlich die Antwort auf die Frage bekommst (Beides irgendwie schade). Auch dein Human Design Chart oder dein Sternzeichen werden dir nicht weiterhelfen.

Ich glaube vielmehr:

Der Sinn des Lebens ist es, deinem Leben einen Sinn zu geben.

Während das "Finden" ein stückweit passiv ist, ist das "Geben" aktiv. Es ist eine bewusste Entscheidung. Das bedeutet, du darfst für dich selbst entscheiden, was der Sinn deines Lebens ist. Es gibt nicht die eine Antwort, es gibt nur deine Antwort.

Natürlich kannst du dir bei irgendwelche Stars, Influencern oder in der Bibel etwas abgucken. Aber das Leben ist kein Mathetest, den du bestehen musst. Das Leben ist eine Geschichte und wenn du versuchst, das Leben & den Sinn von jemand anderem zu kopieren, dann wirst du zu einer (billigen) Kopie.

Schreib deine eigene Geschichte.

Das Gute daran ist: Du darfst immer wieder neu entscheiden.

Ich glaube, das viele Menschen den Sinn des Lebens mit dieser einen großen Sache definieren wollen. The one big thing!

Und das ist das entscheidende Problem:

Erstens sorgt das für unfassbar viel Druck. Du willst dich ja nicht falsch entscheiden! (Was häufig dazu führt, dich überhaupt nicht zu entscheiden)

Zweitens ist jeder Mensch, auch du, ist unfassbar vielseitig und entwickelt sich im Laufe des Lebens weiter. Du lernst dazu, entdeckst neue Themen für dich, liest andere Bücher und probierst neue Hobbies aus. Es wäre vermessen irgendwann mal den einen Sinn für dein Leben zu definieren und alles, was danach kommt, auszublenden.

Du musst dich nicht auf eine Sache festlegen (das klappt eh kaum). Sondern erlaube dir, dich immer wieder neu auszurichten, wenn du das Gefühl hast, es ist Zeit dafür. Dein Leben ist und wird keine gerade Linie sein. Dich an eine Sache zu klammern kann kurzfristig richtig sein, um deinen Fokus zu halten. Aber langfristig raubst du dir damit Möglichkeiten.

Also entspann dich. Du brauchst jetzt keinen Masterplan für den Rest deines Lebens. Bleib flexibel.

Denn gerade in Umbruchphasen wie ein beruflicher Neuanfang, ein persönlicher Verlust, das Finden der großen Liebe oder schlichtweg Burnout kann der bisherige Sinn wegbrechen. Und manchmal ist es einfach nur Zufall, wie bei Rob Mather:

Rob Mather hat in Cambridge & Harvard studiert und lange als Strategieberater gearbeitet – eine typische, erfolgreiche Karriere. Eines Abends saß er vor dem Fernseher und blieb bei einer Doku über ein Mädchen hängen, das bei einem fatalen Brand ihres Elternhauses beinahe gestorben wäre. Wundersamerweise überlebte sie mit schwersten Verbrennungen und Rob Mather, Vater von zwei Kindern, war tief gerührt von ihrer Geschichte. Er beschloss, dem kleinen Mädchen Terri zu helfen und startete spontan eine Charity-Kampagne. Seine Idee ging (zu damaligen Zeiten – 2003) viral und über 100.000 Menschen beteiligten sich und sammelten Geld. Eine schöne Geschichte – die hier aber nicht endet.

Mather beschloss, sich weiter für einen guten Zweck einzusetzen. Er recherchierte intensiv, wie man möglichst vielen Menschen mit möglichst geringem Aufwand helfen konnte und stieß dabei auf das Thema Malaria. Solange es keinen Impfstoff gibt, helfen Malarianetze (die nur ein paar Dollar kosten). Er organisierte ein zweites Charity-Event und gründete dann die AMF (Against Malaria Foundation), die mittlerweile ca. 100.000 Menschen vor dem Tod durch Malaria bewahrt hat.

Du musst nicht der nächste Rob Mather werden und die Welt retten. Aber diese Geschichte zeigt, wie sehr der Zufall eine Rolles spielen kann.

Manchmal passiert etwas in deinem Leben, das dich in eine andere Richtung katapultiert. Aber das bedeutet nicht, das du vorher dem "falschen" Sinn hinterhergelaufen bist, sondern es bedeutet, dass du dich entwickelst. Oder um es in Mindset-Coach-Sprache zu sagen: "Das du ein höheres Level erreichst." Und vielleicht siehst du auf diesem Level neue Möglichkeiten, die du ausprobieren möchtest und neue Herausforderungen, denen du dich stellen willst.

Sieh den "Sinn des Lebens" nicht als einen schön formulierten Satz, den du in deine Insta-Bio tippst, sondern als deinen inneren Kompass, der dich durchs Leben führt.

Das kann dir kein Coach, ein paar Mindsetsprüche auf Insta oder ein cooler Newsletter (wie dieser hier) geben kann.

Das ist etwas, was du selbst erkennen musst.

Wie?

Listen to the music, that plays inside of you

Intuition. Neugier. Deine Werte. You name it. Das ist die Musik, die niemand außer die hören kann.

Und dafür musst du den ganzen Lärm in der Welt immer mal wieder ausblenden. Du kannst meditieren, journalen, einen Spaziergang machen (ohne Podcast!) oder einfach mal "nichts" tun. Die moderne Welt ist voller Ablenkungen, Werbung und Breaking News. Irgendetwas ist immer – und dieses "immer" ist der Grund warum viele Menschen die Orientierung im Leben verloren haben. Weil sie ihren inneren Kompass nicht mehr wahrnehmen. Für den Sinn im Leben gibt es nun mal keine App.

Entzieh dich also regelmäßig der Hektik der Gesellschaft, dem Druck des Arbeitslebens und auch deinen kreativen Abenteuern. Such dir Momente in denen du einfach nur "sein" kannst.

Ein Human Being.

In Büchern findest du spannende Gedanken, auf Netflix spannende Geschichten und auf Social Media spannende Menschen. Aber all das findest du auch in dir – wenn du dir Zeit nimmst, dir selbst mal wieder zuzuhören.

Ja, Rob Mather hat vor dem Fernseher gesessen. Aber die Entscheidung seine BWL-Karriere gegen Charity zu tauschen hat ihm nicht der Bildschirm vorgegeben. Er hat sie selbst getroffen, als er am nächsten Morgen im Bett gespürt hat, wie sehr ihn die Geschichte immer noch berührt. Er hätte weiterhin die Karriereleiter hochklettern können und das tun, was wir für gewöhnlich als "erfolgreich" bezeichnen.

Stattdessen hat er auf seine innere Stimme gehört.

Und das hat den entscheidenden Unterschied gemacht.

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Was dir niemand sagt, wenn du "dein Ding" machst https://mindandmuse.de/blog/was-dir-niemand-sagt-wenn-du-dein-ding-machst/ https://mindandmuse.de/blog/was-dir-niemand-sagt-wenn-du-dein-ding-machst/#comments Sun, 30 Mar 2025 15:30:00 +0000 https://mindandmuse.de/blog/was-dir-niemand-sagt-wenn-du-dein-ding-machst/ Weiterlesen

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Always stick to what makes you weird, odd, strange, different. That's your source of power.
Robert Greene


Ich habe für diesen Post ziemlich viel digitalen Applaus bekommen:

Screenshot 2025 03 30 102420

Klingt auch ganz nett.

Ist aber nur die halbe Wahrheit – wenn überhaupt.

Die ganze Wahrheit ist nämlich deutlich unbequemer.

Denn seinen eigenen Weg zu gehen klingt in Podcasts, Insta-Reels und Coachings immer ziemlich easy.

"Folge deinem Herzen"

"Mach einfach dein Ding"

Aber was dir kaum einer dieser Internet-Philosophen sagt:

Es ist verdammt schwer.

Darüber sprechen wir in diesem Letter.

Ich will dir keine Angst machen. Ich will dich auch nicht davon abhalten. Ich möchte dich darauf vorbereiten, was dich erwartet. Damit du nach 2 Wochen nicht wieder aufhörst (so wie ich es schon unzählige Male getan habe)


Plötzlich alleine

Gehst du nachts gerne alleine durch den dunklen Wald?

Vermutlich nicht.

Aber genauso kann es sich anfühlen, wenn du "einfach" dein Ding machst.

Wenn du den gewohnten Weg verlässt. Wenn du spürst, dass du woanders hinwillst – aber niemand mitkommt. Wenn vertraute Stimmen leiser werden. Wenn die skeptischen Blicke zunehmen. Wenn du plötzlich alleine bist.

Du wirst "der Andere" oder "die Komische".

Das ist kein angenehmes Gefühl.

Aber eines, mit dem du umgehen musst.

Wir Menschen sind soziale Wesen, die die Zugehörigkeit & Harmonie einer Gruppe brauchen. Deswegen ist es so schwer, die gewohnte Pfade zu verlassen. Aber in uns allen steckt auch der Wunsch nach Durchsetzung, Einfluss und Selbstverwirklichung.

Wir wollen dazugehören. Wir wollen aber auch wir selbst sein.

Diesen inneren Konflikt musst du aushalten.

Und erkennen, dass zu einem erfüllten Leben beides gehört.

Du darfst dir aus Angst vor dem "Alleinsein" nicht verbieten, deinen eigenen Weg im Leben zu gehen. Verbieg dich nicht, um dazuzugehören und verabschiede dich nicht, nur weil du in eine andere Richtung unterwegs bist.


Struggle is real

Und dann stehst du doch alleine im Wald.

Alleine. Ohne Karte. Ohne GPS.

Vielleicht hast du sogar eine Idee, wohin du möchtest – aber keinen Plan, wie du dorthin kommst.

Also schlägst du dich durch. Erst euphorisch, dann vorsichtig. Irgendwann ratlos.

Das Abenteuer verwandelt sich in Verwirrung, Überforderung und Zweifel

Du beginnst dich zu fragen, ob das hier nicht doch eine schlechte Idee war. Ob du lieber zurückgehen solltest. Zurück in die Sicherheit der gewohnten Welt.

Nein.

Das Gefühl von Verwirrung & Überforderung zeigt dir, dass du auf dem richtigen Weg bist. Das du dich dem Unbekannten stellst. Und genau darum geht es ja. Du verlässt die ausgetretenen Pfade und entdeckst einen neuen Weg. Dort lernst und wächst du.

Und wenn du dich an deine Schulzeit erinnerst (und an die Fächer, die du nicht mochtest) dann weißt du, das Verwirrung & Überforderung Teil des Prozesses sind.

Vielleicht sogar die wichtigsten. Denn sie zeigen dir deine eigenen Grenzen und sind der Indikator, dass du wächst. Wachstum findet immer außerhalb der Komfortzone statt.

Je mehr du bereit bist die unangenehmen Momente auszuhalten, umso mehr kannst du wachsen. Und umso mehr du wächst, umso leichter wird dein Weg werden.

Versuche die Überforderung nicht zu vermeiden, sondern sieh sie als Kompass in die richtige Richtung.


Der unsichtbare Ballast

Als wären Alleinsein und Überforderung nicht schon genug, trägst du auch noch einen ziemlich schweren Ballast mit dir.

Deine Muster. Deine Ängste. Deine Glaubenssätze.

Viele Menschen gehen neue Wege, in der Hoffnung, ihre alten Probleme einfach hinter sich zu lassen. Ein frischer Neustart, voller Leichtigkeit. Aber nach ein paar Tagen der Anfangseuphorie merkst du: Das funktioniert nicht. Du nimmst dich immer selbst mit. Und damit auch deinen ungelösten Shit.

Und der wird dir erst dann so richtig bewusst, wenn du auf deinem eigenen Weg bist.

Wenn du dich nicht mehr zwischen den Ablenkungen der modernen Welt verstecken kannst.

Es gibt keine größere Persönlichkeitsentwicklung als etwas Eigenes zu starten. Ein Projekt, ein eigenes Business zu starten oder deine eigenen Träume zu verfolgen. Denn auf dem Weg, wird alles sichtbar.

Und die einzige Option, die du hast, um deinen Weg leichter zu machen, ist es die Themen zu lösen. Du musst dich Ihnen stellen.

Oder dich wieder in die Arme der Gesellschaft zu werfen, die dich mit ihrem Versprechen vom süßen Leben ködert. Das löst die Probleme allerdings auch nicht, sondern versteckt sie nur unter wichtigen Terminen, Impulskäufen, Fast Food, TikToks, Streitereien in Kommenspalten, Alkohol und Binge Watching

Also: Lauf nicht vor deinem Shit weg.

Sondern geh darauf zu. Schau hin. Räum auf.

Das, was du nicht änderst, das wählst du.


Final Thought

Den eigenen Weg zu gehen ist nicht einfach. Das ist eine naive Vorstellung.

Besonders in einer Welt, die daran interessiert ist, dass du lieber "normal & vernünftig" bleibst.

Aber die Tatsache, dass der eigene Weg der schwerere ist, zeigt, dass es der Lohnenswerte ist. Nicht aus einer masochistischen-Alpha-Mentalität heraus, sondern weil es der menschlichen Natur entspricht.

Wir sind "wachsende" Wesen. Wir wollen uns weiterentwickeln. Und dabei wechseln sich die angenehmen und die unangenehmen Zeiten ab. Momente der Verzweiflung und Augenblicke der Freude. Überfordernde Situationen und Zeiten voller Stolz auf deinen Fortschritt.

This is the way.

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Die kreative Revolution https://mindandmuse.de/blog/die-kreative-revolution/ https://mindandmuse.de/blog/die-kreative-revolution/#comments Sun, 23 Mar 2025 15:30:00 +0000 https://mindandmuse.de/blog/die-kreative-revolution/ Weiterlesen

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Art is the Frontline
Amie McNee


Dies ist ein Aufruf zu Revolution.

Nicht mit Fackeln und Mistgabeln.

Sondern mit Farbe, Fantasie – und der Frechheit, neue Wege zu gehen.

Denn vieles wird extremer.

(Schau einfach mal die Nachrichten oder scrolle eine Runde durch Social Media)

In einer Welt, die immer stärker in Schwarz & Weiß denkt, braucht es Menschen die sich trauen, mit Farbe um sich zu werfen. In Zeiten politischer Krisen & globaler Herausforderungen erscheinen Kunst & Kreativität als nettes Beiwerk.

Ein fataler Trugschluss. Kreativität ist kein Luxus. Sie ist ein Gegengewicht gegen Zynismus und Extremismus.

Wir brauchen Kreative. Mehr denn je.

Das Gute ist: Alle Menschen sind kreativ.

Das Problem ist: Die wenigsten erlauben sich ihre Kreativität

Dieser Letter will das ändern.

Wir sprechen über 3 Kreativitätshemmnisse und was du dagegen tun kannst:


1) Deine Kreativität ist verkümmert

Als Kind warst du kreativ.

Vielleicht hast du gemalt, Geschichten erfunden oder aus Stöcken magische Schwerter gemacht.

Du warst frei in deiner Fantasie, die Erwachsenen haben dich dafür vielleicht belächelt, aber dir war das egal – du musstest dein Zimmer in eine Ritterburg verwandeln.

Irgendwann kommst du in die Schule und bis zum Abitur hat man aus dem Ritter, der Astronaut werden wollte, einen "vernünftigen" Menschen gemacht, der sich auf ein BWL-Studium bewirbt.

98% aller Kindergartenkinder gelten als kreativ. Im Alter von 25 Jahren sind es noch 3%.

Gute Noten, richtige Antworten, wenig Fehler – das Zielbild eines guten Schülers erstickt unsere Kreativität. Die Gesellschaft verlangt Konformität:

"Mach lieber was normales. Das ist sicherer. Für Kreativität hast du ja abends noch ne halbe Stunde Zeit."

(Außer du musst schnell noch die Excel-Datei an den Chef schicken)

Kreativität ist wie ein Muskel. Wird er nicht gefordert, schrumpft er zusammen.

Wenn die Wirtschaft schrumpft, ist Ausnahmezustand. Wenn die Kreativität schrumpft, ist das "Erwachsen werden".

Fuck that shit.

Die gute Nachricht ist:

Deine Kreativität kann reaktiviert werden. Denn in deinem Gehirn steckt eine Superkraft: Neuroplastizität.

Dein Gehirn passt sich deinem Leben an. Änderst du dein Leben, ändert sich dein Gehirn. Du kannst dich also neu verkabeln und Hirnareale wieder reaktivieren, auch als Erwachsener.

Du kannst dein "Büromensch"-Gehirn in ein "Kreativer Freigeist-Gehirn" ändern – wenn du dir wieder erlaubst mit deiner Fantasie zu spielen. Wenn du Ideen ausprobierst. Wenn du etwas "verrücktes" machst. Wenn du Neues entdeckst.

Kreativität ist ein Talent, dass wir alle haben. Du musst dich nur wieder bewusst dafür entscheiden.


2) Du hörst deiner Kreativität nicht zu

Unser Leben wird immer hektischer.

Die Deadlines werden kürzer, der technologische Fortschritt wird schneller. Nachrichten im Sekundentakt. Schnell ein paar Reels swipen. Beim Mittagessen Mails beantworten.

Wir nehmen uns immer weniger Zeit für uns selbst.

Manche Menschen ertragen es nicht mal mehr, alleine zu sein.

Doch genau hier, in diesen stillen Inseln finden wir kreative Inspiration. Es ist kein Zufall, dass die besten Ideen unter der Dusche kommen.

In Momenten der Ruhe werden in unseren Gehirn bestimmte Areale (das Default Mode Network) aktiv. Sie sorgen für reizunabhängiges Denken, also ein Denken das nicht auf äußeren Reizen basiert. Plötzlich beginnen wir zu tagträumen, machen Zukunftspläne und Ideen tauchen auf.

Stille wird zwar immer mehr zu einem Luxus, aber wir brauchen sie – denn Ideen sind scheue Wesen. Sie zeigen sich dir nur, wenn du aufmerksam und nicht abgelenkt bist.

Das gleiche gilt für deine Intuition, dein "Bauchgefühl".

Unsere Gesellschaft feiert die Logik, aber "trust you gut" ist keine spirituelle Spinnerei, sondern wissenschaftlich fundiert.

Dein Bewusstsein kann pro Sekunde ca. 40-80 Informationen aufnehmen.

Dein Unterbewusstsein hingegen verarbeitet 11 Millionen. Es ist weise.

Wäre es nicht ganz schön arrogant, wenn du deinem Unterbewusstsein keine Aufmerksamkeit schenkst?

Solange die Augen am Bildschirm kleben, gewinnt der Algorithmus.

Aber wenn du mit einer Tasse Tee auf dem Sofa sitzt, gedeihen deine Ideen.

Höre Ihnen zu.


3) Du hast Angst vor deiner Kreativität

…bzw. vor der Reaktion anderer Menschen.

Kreativität braucht Mut, weil sie sich der Konformität unserer Gesellschaft in den Weg wirft.

Weil sie sich dagegen wehrt, in Schubladen einsortiert zu werden.

Umso mehr du deine Kreativität auslebst, umso mehr "verrückte" Ideen du ausprobierst, umso mehr du mit dem Gedanken liebäugelst deine Kunst zu verkaufen, umso mehr du darüber nachdenkst, als Künstlerin zu leben – umso lauter werden die Stimmen, die dir sagen, dass das es nicht funktionieren wird.

Oder, noch schlimmer: Sie wünschen dir viel Erfolg, belächeln dich hinter deinem Rücken und warten nur darauf dir sagen zu können: "Hab ich doch gleich gewusst."

Again, fuck that shit.

Kreativ zu sein heißt, bewusst gegen den Strom zu denken. Während andere in Schubladen denken, bemalst du die Schubladenschränke. Während andere versuchen Schwarz und Weiß zu verteidigen, schmeißt du mit Farbbeuteln um dich. Kreativität besteht aus frischen Perspektiven, ungewöhnlichen Ideen und einer Prise Mut.

Es ist ganz normal, dass du dabei Angst vor Ablehnung hast.

Als Mensch hast du ein natürliches Bedürfnis nach Harmonie und Geborgenheit. Aber dieser Wunsch nach Akzeptanz kann dich unsichtbar machen.

Es ist in Ordnung Rücksicht zu nehmen.

Es ist nicht in Ordnung, dich von deinem Umfeld in deiner Kreativität einschränken zu lassen.

Riskiere gesehen zu werden.


Final Thought:

Kreativität ist kein "Nice-to-Have".

Es ist ein essenzieller Bestandteil des menschlichen Lebens und einer funktionierenden Gesellschaft. Sie ist die Chance, eine Welt zu gestalten, die keine Wiederholung des Alten ist.

Und nein, du musst keine Bilder malen oder Bücher schreiben, um kreativ zu sein. Kreativ sein heißt, Probleme zu lösen und Sackgassen in Türen zu verwandeln.

Die Welt braucht das.

Wir brauchen deine Kreativität.


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Reich sein ist nett – Frei sein ist besser https://mindandmuse.de/blog/reich-sein-ist-nett-frei-sein-ist-besser/ https://mindandmuse.de/blog/reich-sein-ist-nett-frei-sein-ist-besser/#comments Sun, 09 Mar 2025 15:30:00 +0000 https://mindandmuse.de/blog/reich-sein-ist-nett-frei-sein-ist-besser/ Weiterlesen

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Ich wünschte, jeder könnte reich und berühmt sein, damit er sehen kann, dass das nicht die Antwort ist.
Jim Carrey


Geld macht dich nicht frei – es macht dich nur reich.

Und reich zu sein ist bestimmt nett. Aber selbst die reichsten Menschen der Welt müssen irgendwann feststellen: Die wirklich wichtigen Dinge kannst du nicht kaufen.

Du kannst dir ein Haus kaufen – aber kein Zuhause.

Du kannst dir Sex kaufen – aber keine Liebe.

Du kannst dir Follower kaufen – aber keine echten Freunde.

Und Freiheit kannst du dir erst recht nicht kaufen. Sie beginnt nicht mit mehr Besitz – sondern mit weniger Abhängigkeit.

Und dazu müssen wir weniger auf die Zahlen im Bankkonto schauen, sondern mehr auf die Gedanken, Gefühle und Ideen, die in uns stecken.

Finanzielle Freiheit klingt cool. Aber echte Freiheit ist mehr als ein paar dicke Scheine im Portemonnaie.

Hier sind drei entscheidende Aspekte:


Mentale Freiheit

Wir sind was wir denken.

Die Qualität deiner Gedanken, bestimmt die Qualität deines Lebens.

Wenn du wirklich frei sein willst, musst du zuerst frei denken.

Das heißt nicht, dass du dich jetzt den Querdenkern anschließen sollst oder auf Telegram irgendwelchen wilden Verschwörungstheorien folgst. Im Gegenteil

Es bedeutet, dass du aufhörst, blind den vorgefertigten Wegen zu folgen.

Es bedeutet, dass du deinen Eigenen findest.

In der Schule lernst du vieles – aber nicht wie du ein Leben nach deinen Regeln führst. Unsere Gesellschaft belohnt Konformität, nicht Neugier.

Freiheit beginnt nicht mit Folgsamkeit, sondern mit der "Frechheit" den vorgefertigten Weg zu verlassen.

Und genau das fällt den meisten schwer.

Wir sind soziale Wesen, wir brauchen Bindung, wir wollen uns zugehörig fühlen. Aber Freiheit & Verbundenheit muss kein Widerspruch sein. Nur weil du deinen eigenen Weg gehst, wirst du ihn nicht zwingend alleine gehen. Du musst deine liebsten Menschen nicht zurücklassen. Du kannst Ihnen den neuen Weg weisen und sie mit auf die Reise nehmen.

Du musst dein Umfeld nicht verlassen.

Aber du musst damit beginnen deinen mentalen Horizont zu erweitern.

So gelingt dir das:

- Mache lebenslanges Lernen zu deinem Standard.

- Höre nie auf, dich mit neuen Perspektiven auseinanderzusetzen.

- Praktiziere intellektuelle Demut (lies dazu diesen Letter)

- Lies Bücher, die sonst keiner liest.

-Höre Menschen zu, die eine andere Meinung haben als du.

- Geh Reisen. Lerne was neues. Folge deiner Neugier.

- Mach das, was dich interessiert – egal wie verrückt es in den Augen anderer Menschen aussieht.

Mit all deinem Wissen und deinen persönlichen Erfahrungen hast du eine einzigartige Sicht auf die Welt. Versteck sie nicht. Lass dich nicht von traditionellen Denkmustern einengen. Scheu dich nicht, anders zu denken als alle anderen im Raum.

Dein Kopf darf keine Sicherungskopie gesellschaftlicher Normen werden.

Dein Kopf ist der Ort, in dem neue Wege ihren Ursprung nehmen.

Das ist Freiheit.

Frage an dich: Welche gesellschaftliche Norm schränkt dich ein?


Emotionale Freiheit

Es gibt keine schlechten Emotionen.

Und doch müssen Männer sich immer noch rechtfertigen, wenn sie weinen – "Weichei"

Und Frauen werden runtergemacht, wenn sie wütend sind - "die hat sich nicht im Griff"

In unserer Gesellschaft sind gewisse Emotionen immer noch verpönt. Bei vielen Menschen gilt das Bild eines logischen, reifen und kontrollierten Menschen als Ideal. Für Gefühle ist da wenig Platz (außer vielleicht im Fußballstadion)

Dazu kommt der Trend, unsere seelischen Löcher mit materiellem Zeugs zu füllen.

Das Ergebnis: Immer mehr Menschen sind innerlich zerbrochen, aber ihr Äußeres ist auf Hochglanz poliert. Hauptsache die Maske bröckelt nicht.

Solange es gut aussieht, wird es schon gut sein, oder?

Nein.

Stell dir 5 Ferraris in die Garage, deine Trauer werden sie nicht heilen.

Habe 1 Mio. Follower, deine Einsamkeit wird dadurch nicht besser.

Trag die teuersten Anzüge, deine Angst wird dadurch nicht kleiner.

Was du nicht ausdrückst, das drückt sich ein. Emotionen verschwinden nicht, nur weil du sie ignorierst.

Alles, was du unterdrückst, staut sich in dir auf und sucht sich einen anderen Weg. Irgendwann wird der innere Druck zu groß und dann bricht alles auseinander. Wie ein Staudamm, der das Wasser nicht mehr kann. Es ist kein Wunder das psychische Krankheiten und Suchtverhalten so stark in unserer Gesellschaft ausgeprägt sind.

Wenn du weinst, bist du kein Weichei, sondern ein Mensch. Wenn du wütest, bist du keine Furie, sondern ein Mensch. Deine Emotionen sind keine Schwäche. Also sperr sie nicht weg, sondern erlaube dir, deine Emotionen zu zeigen.

Das ist Freiheit.

(Wenn dein Umfeld, dafür kein Verständnis hat, dann bist du nicht falsch, sondern im falschen Umfeld)

Frage an dich: Welche Emotionen traust du dich nicht zu zeigen?


Kreative Freiheit:

Alle Menschen sind kreativ.

Wir sind alle Creator – in uns steckt der Drang etwas zu erschaffen. Nichts anderes bedeutet Kreativität.

Du musst weder Bilder malen, noch Bücher schreiben oder Content-Creator um kreativ zu sein.

Kreativität ist gelebte Selbstverwirklichung. Es ist das Ausprobieren, das Pläne schmieden, das Scheitern, das Wieder-Anfangen, das Neu-Zusammenbauen, das Weitermachen auf dem Weg zu deinen Lebensträumen.

Kreativität ist die schönste und wichtigste Form des Ungehorsams.

Bei vielen Menschen aber leider verkümmert.

Sie sagen: "Ich mache lieber was vernünftiges."

Sie sagen: "Das mache ich, wenn ich in Rente bin."

Warum nicht jetzt? Warum nicht ein bisschen unvernünftig sein?

Niemand sagt, dass du deinen Job kündigen sollst. Aber wenn du 8 Stunden am Tag für jemand anderen arbeitest, dann wirst du dir eine Stunde für dich und deine kreativen Abenteuer nehmen können.

Wer weiß, was daraus entsteht.

Meine Frau war 10 Jahre lang eine der bekanntesten Fantasy-Fotografinnen im deutschsprachigen Raum. Weißt du, was ihr Geheimnis für ihren Erfolg war? Sie hat ihre "verrückten" Ideen einfach umgesetzt. Sie hat nach Ihren Regeln gespielt. Sie war "unvernünftig".

Sie hat irgendwann damit angefangen, ihren Kundinnen selbstgebauten Einhorn-Kopfschmuck aufzusetzen. EInhorn-Kopfschmuck! Ihre Bearbeitungen in Photoshop waren alles andere als normal. Es war neu. Es war "komisch". Es war weird.

Es war genau das, was die Menschen wollten. Und während die Oldschool-Fotografen in Foren und auf Facebook über sie lästerten ("das ist ja keine echte Fotografie") wurde sie von großen Firmen wie Adobe & Canon gebucht und durfte Workshops in Argentinien und Brasilien halten. Und all das nur, weil sie ihren verrückten Ideen getraut hat. Weil sie sich ihre kreative Freiheit erlaubt hat. Weil sie gesagt hat "Sch*** drauf, was die anderen denken".

Sie hat bisher keine finanzielle Freiheit erlangt, aber wenn ihr Leben irgendwann zu Ende geht, wird sie nicht denken "Hätte ich doch mal…".

Sondern sie wird mit einem Lächeln auf diese verrückten Zeiten zurückblicken. Denn sie weiß, sie hat ihre Ideen in die Welt gebracht.

Das ist Freiheit.

Frage an dich: Welche Idee ist so laut in dir, dass du sie umsetzen willst?


Final Thought:

Ich gönne jedem Menschen, dass er finanziell frei wird. Es ist ein erstrebenswertes Ziel. Aber wir dürfen die Zahlen auf unserem Konto nicht mit echter Freiheit verwechseln. Denn solange du nicht in Ketten liegst oder eingesperrt bist, ist Freiheit ein Inside-Out-Job.

Das, was in dir ist, nach Außen bringen.

Und nicht das, was im Außen ist, nutzen um das Innen zu füllen.

Die Welt braucht nicht noch mehr reiche Bro’s, die sich mental & emotional nicht im Griff haben.

Die Welt braucht Menschen, die mutig genug sind, neue Wege zu gehen – und damit anderen die Freiheit geben, es auch zu tun.

Vielleicht bist du eine/r davon.


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Mach dir weniger Druck – mit diesen 3 Mindshifts https://mindandmuse.de/blog/mach-dir-weniger-druck-mit-diesen-3-mindshifts/ https://mindandmuse.de/blog/mach-dir-weniger-druck-mit-diesen-3-mindshifts/#comments Sun, 02 Mar 2025 15:30:00 +0000 https://mindandmuse.de/blog/mach-dir-weniger-druck-mit-diesen-3-mindshifts/ Weiterlesen

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Peace begins when expectations end. 
Sri Chinmoy


Oktober 2022.

Ich sitze mit Tränen im Flugzeug.

Hinter mir liegt einer meiner größten Lebensträume – eine Weltreise.

Die Tränen sind Tränen der Erleichterung.

10 Monate vorher starteten meine Frau und ich das Abenteuer unseres Lebens. Ich hatte meinen Job gekündigt, unsere Wohnung war aufgelöst. Wir trugen beide einen großen Rucksack und ließen unser bisheriges Leben hinter uns.

Die Tränen kamen nicht, weil die Reise vorbei war – sondern weil ich endlich den Druck loslassen konnte, den ich mir selbst gemacht hatte.

Im Rückblick hat die Weltreise mir nicht nur unvergessliche Erlebnisse & Momente geschenkt, sondern auch 3 Mindshifts, die mir helfen, mir selbst weniger Druck zu machen.

Die werde ich im heutigen Letter mit dir teilen:


Shift 1: Erwartungen sind zukünftige Enttäuschungen

Vor der Weltreise fühlte ich mich lange Zeit orientierungslos und mental müde. Die Aussicht auf unser Abenteuer gab mir Auftrieb & Vorfreude – führte aber auch dazu, dass ich immer mehr Erwartungen aufbaute.

Als ich in Thailand am Strand die erste Kokosnuss in der Hand hielt, hatte ich im Hinterkopf schon eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie die nächsten Monate ablaufen würden:

Ich finde mich selbst. Ich mache einen Plan für die Zukunft. Ich werde ein Buch schreiben. Vielleicht starte ich sogar ein Business.

Kurzum: "Das wird mein Jahr! Tschaka!" (Der Klassiker)

Es kam natürlich anders. Von den 4 Punkten habe ich keinen abgehakt.

Und deswegen gab es unterwegs viele Stunden und Tage, an denen ich mir selbst Vorwürfe gemacht habe, weil ich die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Ich habe mir Druck gemacht. Ich hatte mich so darauf versteift, dass diese Reise mich verändern würde, dass ich das Wesentliche übersehen habe:

Veränderung passiert nicht durch einen Ortswechsel.

Sie passiert durch die Art, wie wir dem Leben begegnen.

Und Erwartungen sind eine besch****** Idee dem Leben gegenüber.

Erwartungen schränken ein. Sie machen das Leben eng. Weil du beginnst, alles was du erlebst mit der Erwartung zu vergleichen. Und wir wissen alle, das die meisten Vergleiche uns nicht gut tun.

Wenn ich zurückblicke, dann hätte ich mich viel mehr auf das Entdecken & Erleben fokussieren sollen, anstatt zu versuchen meinen Erwartungen an die Weltreise zu entsprechen. I mean… Was habe ich wohl alles übersehen und nicht wahrgenommen, weil ich so sehr mit mir selbst beschäftigt war?

Tu dir selbst einen Gefallen und habe nicht so viele Erwartungen an dich selbst, an andere und erst recht nicht ans Leben. Entdecke lieber, was in dir steckt, was andere Menschen wirklich ausmacht und was das Leben für dich bereithält.

Shift 2: Ein geplatzter Traum ist ungeplantes Glück

Weißt du, was der Grund war, warum wir frühzeitig zurück nach Deutschland geflogen sind?

Weil ich nicht mehr konnte. That's it. Ich war mental am Ende. Reisen ist faszinierend, abenteuerlich, inspirierend, aber auf Dauer auch unruhig. Irgendwann wurde mit klar, das ich so nicht leben möchte. Ich wollte nur noch zurück in meinen Lesesessel und meine Ruhe haben.

Also habe ich meinen Traum vom digitalen Nomaden platzen lassen. Ganz bewusst.

Bin ich gescheitert? Nein.

Wenn du einen Traum verfolgst, kannst du nicht scheitern.

Du sammelst Erfahrungen. Und manchmal führen diese Erfahrungen dazu, dass du deinen Traum platzen lässt – weil du erkennst, dass dieser Traum nur eine hübsche Vorstellung war. Diese Erkenntnis kann am Anfang schmerzhaft sein, aber ist auf Dauer unfassbar befreiend.

Ich muss mich nicht mehr fragen, ob Digitales Nomadentum etwas für mich wäre. Ich weiß es. Und jetzt kann ich einen anderen Traum verfolgen.

Ich glaube nicht, dass in uns allen nur ein einziger Lebenstraum steckt. Warte weder auf den "richtigen" noch halte krampfhaft an einem fest, sondern probiere all das aus, was sich dir gerade zeigt. Die Zeit, in der wir leben, bietet dir alle Möglichkeiten, das du dich jeden Tag neu erfinden kannst.

Manche Menschen haben Angst, dass sie dann für ein Fähnchen im Wind gehalten werden. Denn nach wie vor leben wir in einer Gesellschaft, die es schätzt, wenn wir einem klaren Weg im Leben folgen.

Aber weißt du: Lieber bist du ein Fähnchen im Wind, als eines das leblos an der falschen Stange hängt.


Shift 3: Kein Plan macht Platz für Überraschungen

Unsere Weltreise war in keiner Weise durchgeplant.

Und das war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Anstatt 3 Wochen waren wir 4 Monate auf Bali, weil wir gespürt haben, das wir noch nicht weiterziehen wollen. Anstatt zur besten Reisezeit waren wir zur Regenzeit in Panama und hatten unvergessliche Natur für uns ganz allein.

Das Ding ist: Du hörst an jeder Ecke des Internets, dass du eine Vision brauchst und ein klarer Plan & Fokus für ein selbstbestimmtes Leben wichtig sind. Der Meinung bin ich auch (wir haben letzte Woche darüber gesprochen)

Aber es braucht auch Phasen, in denen du mal keinen Plan hast. Es ist vollkommen in Ordnung nicht zu wissen, wie es weitergehen soll. Verurteile dich nicht deswegen. Diese Phasen gehören zum Leben dazu.

Und entstehen nicht genau daraus, die Geschichten von denen wir uns in 30 Jahren noch erzählen? Weil du offen bist für Überraschungen, Zufälle und die legendären "Das ist jetzt nicht wirklich passiert, oder?"-Momente.

Wenn dein Leben ein Buch wäre, dann bist du der Autor. Du solltest einen Plan haben, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Aber vergiss nicht: Du bist auch der Hauptcharakter und manchmal findest du dich ganz plötzlich in einem neuen Kapitel deines Lebens wieder und hast keinen Plan, wie es weitergehen soll. Dann ist es okay, das Leben einfach mal geschehen zu lassen. Wann hast du das zuletzt gemacht? Wann hast du dich vollends überraschen lassen?

Seit unserer Weltreise gehe ich deutlich entspannter und gelassener durchs Leben. Weil ich gelernt habe wie ich mit Erwartungen, Träumen & Plänen umgehe und mir weniger Druck mache.

Ich hoffe, du kannst von diesen Erfahrungen etwas mitnehmen.

Lass mich gerne wissen, ob einer der drei Mindshifts in diesem Letter wertvoll für dich war.


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Der wichtigste Schritt für mehr Klarheit https://mindandmuse.de/blog/der-wichtigste-schritt-fuer-mehr-klarheit/ https://mindandmuse.de/blog/der-wichtigste-schritt-fuer-mehr-klarheit/#comments Sun, 23 Feb 2025 16:02:05 +0000 https://mindandmuse.de/blog/der-wichtigste-schritt-fuer-mehr-klarheit/ Weiterlesen

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"Kein Wind ist demjenigen günstig, der nicht weiß, wohin er segeln will."
Seneca


Wir starten mit der 1-Million-Euro Frage:

Was ist die wichtigste Zutat für ein selbstbestimmtes Leben?

Motivation oder Durchhaltevermögen?

(du hast keine Joker mehr)

…

…

Antwort: Keines von Beiden

Denn dann würdest du schon längst das Leben deiner Träume leben.

Du hast schon genug Motivation & Durchhaltevermögen, das zeigst du jeden Tag:

Wenn du dich durch den Stau quälst, um zur Arbeit zu kommen, die neuste Netflix-Serie durchsuchtest oder für die ganze Woche Meal Prepping machst.

Wenn es aber um ein selbstbestimmtes Leben geht, dann ist Motivation zwar schön und Durchhaltevermögen wichtig, aber etwas anderes ist viel entscheidender:

Klarheit.

Du kannst noch so motiviert sein, endlich "dein Ding zu machen" – wenn du keine Klarheit darüber hast, was dein Ding ist, dann bleibst du im Hamsterrad. Du rennst und rennst, kommst aber nicht vom Fleck.

Bevor du losläufst, werde dir klar darüber, wohin du laufen möchtest.

Problem: Das wird immer schwieriger.


Klarheit - nichts schwieriger als das

Wir können uns heutzutage kaum entscheiden. Weil es immer mehr Möglichkeiten gibt.

Hallo FOMO!

Online & Offline werden uns täglich neue Lebensmodelle, Fitnessroutinen, Ernährungshacks, Business-Ideen, Urlaubsziele und interessante Hobbys um die Ohren gehauen. Wir können uns jeden Tag neu erfinden. Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit hatten wir eine größere Auswahl an Möglichkeiten, unser Leben zu gestalten.

Ist ne schöne Sache, aber umso mehr Möglichkeiten wir haben, umso schwerer ist es, eine Entscheidung zu treffen.

Dies ist psychologisch erforscht und trägt u.a. den Titel “Marmeladen Paradoxon”.

Das Ergebnis der Studie war, dass eine besonders große Auswahl an Marmeladen die Kauflust der Menschen reduzierte.

Der Grund: Die meisten Teilnehmer wollten nicht die "falsche" Entscheidung treffen. Also kauften sie lieber gar keine Marmelade.

Stell dir vor, es geht jetzt nicht um Marmelade, sondern um dein Leben.

Willst du lieber gar nichts tun, aus der Angst heraus, dass du dich für das Falsche entscheiden könntest?

Natürlich nicht.

Trotzdem möchtest du auch nicht den "falschen" Weg im Leben wählen. Verständlich.

Coaches, Möchtegern-Gurus und Podcast-Dudes raten dir in diesem Fall gerne zu einem Visionboard. Kleb ein paar schöne Bilder zusammen und dann läuft es.

Wenn es wirklich so einfach wäre, dann würden wir alle unser Traumleben leben.

Ich habe nichts gegen Visionboards. Ich hatte selbst lange eines.

Aber der erste Weg zur Klarheit ist ein anderer: Du musst aussortieren.

Und zwar all die Lebensmodelle (Marmeladen) die dir nicht schmecken.

Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:

1) Du gibt das Aussortieren an jemanden ab. An dein Umfeld. An die Gesellschaft. Du folgst dem Weg, der dir zugewiesen wird, machst das, "was man halt macht" und hältst dich für "vernünftig".

Tu das nicht.

2) Du sortierst selbst aus. Wenn du zu den Menschen gehörst, die sich nicht exakt an die Bedienungsanleitung des Lebens halten wollen, die man ihnen irgendwann mal vorgelegt hat, dann bist du hier genau richtig.

Mein Rat: Verkünstel dich nicht an einem Visionboard oder grübele darüber, welcher Weg der Richtige für dich ist, sondern starte mit dem Gegenteil.

Starte mit einer Anti-Vision.

Werde dir klar darüber, was du NICHT möchtest.

Es wird dir viel einfacher fallen, deinen Weg zu sehen, wenn du all die Wege ausschließt, die nicht deiner Vision entsprechen.

Ein Beispiel:

Ich persönlich möchte z.b. möglichst eigenständig und deutlich weniger als die klassischen 40 Stunden jede Woche arbeiten. Glaubst du, man könnte mich mit einem Wahnsinnsgehalt in einen Bürojob locken, in dem ich aber 50-60 Stunden die Woche abreißen muss?

Not a chance.

Niemals würde ich so ein Angebot annehmen, weil es genau meiner Anti-Vision entspricht. Ich kann kaum in Worten ausdrücken, wie sehr mich so ein Leben persönlich abstößt. Andere fänden es geil. Ist okay, aber für mich ist das nichts.

Das ist die Magie einer Anti-Vision.

Sie ist wie ein Filter, mit der du die Möglichkeiten aussortieren kannst, die zwar interessant klingen, aber nicht deinem Wunschleben entsprechen. Anstatt dich zwischen 20 Marmeladen entscheiden zu müssen, sind es dann vielleicht nur noch vier.

Das Coole ist: Es wird dir auch noch viel leichter fallen, zu sagen, was du NICHT möchtest, anstatt genau zu definieren, was du möchtest. Anstatt nur zu grübeln, kommst du so direkt ins Handeln.


Deine Anti-Vision

Eine Anti-Vision ist nicht in 10 Minuten erstellt, nimm dir dafür ein paar Tage Zeit und folge diesen drei Schritten:

1) Beobachte

Beobachte dein Umfeld oder die Gesellschaft als Ganzes. Was machen die Menschen? Worüber beklagen sie sich? Wie leben sie ihr Leben? Und dann prüfe für dich, ob du das auch möchtest oder eben nicht. Vielleicht hast du zum Beispiel einen Freund, der super erfolgreich im Job ist, aber so busy ist, dass er Wochenende immer das Fußballspiel seines Sohnes verpasst. Willst du auch so leben?

Schau ebenso auf dein eigenes Leben, besonders auf deine Vergangenheit. Gab es Erfahrungen, die du nicht noch einmal machen möchtest? Was waren die Tiefpunkte in deinem bisherigen Leben? Identifiziere die Momente, die du nicht nochmal erleben möchtest. Vielleicht erinnerst du dich noch daran, wie du vor ein paar Jahren am Ende des Monats immer dein Geld zusammenkratzen musstest, um dir noch ne Packung Nudeln kaufen zu können. Möchtest du das in Zukunft auch?

2) Fühle

Achte während deiner Beobachtungstour auf deine Gefühlswelt. Deine Gefühle sind ein sehr kraftvoller und klarer Wegweiser. Achte besonders auf diese drei:

Wut – was macht dich so wütend, dass du es kaum ertragen kannst?

Verachtung – was kannst du nicht ausstehen?

Ekel – wovor ekelst du dich, dass du es nicht in deinem Leben haben möchtest? (Denk dabei nicht nur an Spinnen)

Ja ich weiß, das sind keine angenehmen Emotionen. Und ich möchte auch nicht, dass du jetzt zu einem Wutbürger wirst oder mit Verachtung um dich wirfst. Es geht nur darum, wahrzunehmen, wann du diese Emotionen spürst und zu erkennen, was der Auslöser dafür ist. Denn das sind ganz klare Hinweise für deine Anti-Vision.

3) Aufschreiben

Das kommt jetzt nicht überraschend oder?

Notiere dir deine Beobachtungsergebnisse und versuche, die einzelnen Komponenten zusammenzubringen.

Schreibe möglichst konkret auf, was für ein Leben du NICHT leben möchtest.

Folgende Fragen können dir dabei helfen:

- Wo möchtest du nicht leben?

- Wo möchtest du nicht arbeiten?

- Wie möchtest du nicht arbeiten?

- Wie möchtest du nicht aussehen?

- Wie möchtest du dich nicht fühlen?

- Mit wem möchtest du keine Zeit verbringen?

- Was soll keinen Platz in deinem Leben haben?

Umso ehrlicher du dabei bist, umso kraftvoller wird deine Anti-Vision.

(Du musst sie übrigens niemandem zeigen)

Du kannst deine Anti-Vision im Laufe der Zeit natürlich ändern, anpassen oder ergänzen.

Aber sobald du eine erste Version hast, wird es dir viel leichter fallen zu definieren, wohin du im Leben möchtest.

Nämlich in die entgegengesetzte Richtung.

Und dann kannst du gerne auch noch ein Visionboard erstellen und mit Bildern & Träumen zukleistern.

Aber verzichte nicht auf eine Anti-Vision.

Denn sie bringt dir mehr Klarheit als das schönste Visionboard.

Sie lichtet erstmal den Nebel in deinem Kopf

Und wenn du das Wort NEBEL jetzt einmal rückwärts liest, dann weiß du auch warum das so wichtig ist.


Zum Schluss noch eine Frage an dich:


Was traust du dich bisher nicht loszulassen?
Nutze diese Frage gerne als Journaling-Impuls
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Das Spiel des Lebens? So spielst du es richtig https://mindandmuse.de/blog/das-spiel-des-lebens-so-spielst-du-es-richtig/ https://mindandmuse.de/blog/das-spiel-des-lebens-so-spielst-du-es-richtig/#comments Sun, 16 Feb 2025 15:30:00 +0000 https://mindandmuse.de/blog/das-spiel-des-lebens-so-spielst-du-es-richtig/ Weiterlesen

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The only way to win, is to keep playing
Simon Sinek


"Das Leben ist ein Spiel."

Das ist einer der am häufigsten missverstandenen Sätze, die es gibt.

Und zwar nicht, weil das Leben kein Spiel wäre – das ist es.

Sondern weil die meisten Menschen nicht verstehen, was für ein Spiel das Leben ist.

Es gibt zwei Arten von Spielen:

Endliche Spiele

Unendliche Spiele

Spoiler-Alert: Das Leben ist ein unendliches Spiel.

Aber Julian, warte mal – das Leben ist doch endlich, irgendwann sterbe ich ja, also muss das Leben auch ein endliches Spiel sein.

Nein.

Fußball ist es endliches Spiel. Handball auch. Volleyball, Bobfahren, Springreiten, Monopoly, sogar Schach. All das sind endliche Spiele. Warum?

Weil es feste Regeln gibt, um an Ende einen eindeutigen Sieger zu bestimmen.

Endliche Spiele kann man gewinnen.

Unendliche Spiele hingegen nicht.

Das Leben kann kein endliches Spiel sein, weil es keine festen Regeln gibt, die besagen wer am Ende gewinnt und verliert.

Von Möchtegern-Gewinnern

Das Problem ist, viele Menschen spielen das Leben als wäre es ein endliches Spiel.

Sie wollen gewinnen. Besser sein als andere. Schneller sein als andere. Sie folgen dabei einem imaginären Punkte System:

Bessere Noten, mehr Follower, höheres Gehalt, größeres Haus, teureres Auto.

Sie sehen sich in einem Wettbewerb, den es überhaupt nicht gibt. Ein Wettbewerb, in dem sie sich verlieren, weil sie ihn unbedingt gewinnen wollen.

Unsere Zeit macht es uns leicht, in diesen Denkmodus zu verfallen.

Vieles in unserem Leben ist messbar und damit auch vergleichbar geworden.

Um zu erkennen, ob du höher, schneller, weiter als jemand anderes bist, musst du nur auf irgendwelche Zahlen.

So scheint es zumindest, denn in Wahrheit ist das ein gefährlicher Trugschluss.

Wer immer nur besser sein möchte, als jemand anders, der macht sein Glück von jemand anderem abhängig.

Das ist das Schlechteste, was du tun kannst.

Die Gefahr ist: Wer nur aufs Gewinnen aus ist, der wird nie zufrieden sein, weil es im Leben eben keine Ziellinie gibt.

Das Leben hat ein Ende, aber dort gibt es keine Medaillen und Urkunden zu holen.Es gibt keine Siegerehrung. Nach allem, was wir wissen, gibt es nicht einmal das ominöse "letzte Gericht". Es gibt keine Regeln, die sagen, wer gewonnen hat.

Denn trotz all der Zahlen und Tracking-Devices können wir uns nicht darauf einigen, anhand welcher Werte die Gewinner bestimmt werden.

Das Leben ist kein Kniffel-Zettel, bei dem es darum geht möglichst schnell, möglichst hohe Zahlen zu erreichen.

Kurzum: Das Leben kennt keine Gewinner.

Was für das ganze Leben gilt, trifft übrigens auch auf einzelne Lebensbereiche zu

Die berufliche Karriere ist genauso ein unendliches Spiel wie eine Liebesbeziehung.

Niemand wird uns einen Pokal für die beste Beziehung aller Zeiten verleihen.

Woran sollte eine solche Auszeichnung auch gemessen werden? Die wenigsten Streits die Woche? Die meisten Orgasmen pro Monat? Das höchste gemeinsame Einkommen? Die meisten gemeinsam geschauten Netflix-Serien? Oder doch die profiliertesten Karrieren der Kinder?

Wir alle messen den Erfolg und das Glück unserer Beziehung an anderen Maßstäben.

Das ist gut so.

Es gibt glücklicherweise keine Broschüre, die uns vorgibt, welche Parameter besonders wichtig sind (auch wenn es scheinbar viele Menschen gibt, die davon ausgehen).

Wir können niemals die beste Beziehung der Welt führen, weil wir als gesamte Menschheit keine gemeinsamen Regeln dafür haben.

Das Gleiche gilt für die den Lebensbereich Job & Karriere.

Auch hier kann es keine Gewinner geben, denn wir haben alle unterschiedliche Vorstellungen davon, was eine gelungene Karriere ausmacht.

Macht? Geld? Status? Sinn? Freizeit? Angestellt? Selbstständig?

Jeder von uns mischt sich diese Zutaten in einem eigenen Verhältnis zusammen.

Es ist mir egal, dass du so wichtig bist, dass du achtmal so viel verdienst wie ich, weil es mir wichtiger ist, möglichst viel Zeit ohne Arbeit zu verbringen.

Entscheidend ist: Wenn wir beide glücklich sind, dann „gewinnen“ wir beide.

Wir spielen nicht gegeneinander, sondern nebeneinander, vielleicht auch miteinander.

Vom Wettkampf-Modus in den Entdecker-Modus

Die Perspektive des unendlichen Spiels ist unfassbar befreiend.

Plötzlich sind all die Status-Games komplett irrelevant.

Das gegenseitige Vergleichen und hervorheben der Vorzüge des eigenen Lebens haben null Relevanz.

Es gibt keine Punktetafel. Keine Checkliste.

Das Einzige, was zählt, ist, ob ich mein Leben lebe so, wie ich es möchte und dafür sorge, das es auch weiterhin so bleibt.

Ich spiele nicht, um zu gewinnen, ich spiele, um zu leben.

Es geht nicht darum, "der Beste" zu sein, sondern "besser zu werden".

Es geht darum, im Spiel zu bleiben.

Das Leben nicht als Ziel, sondern als Reise begreifen und in die gewünschte Richtung zu entwickeln.

Damit ich irgendwann, wenn ich abtrete, sagen kann, das ich mein ganz eigenes Spiel gespielt habe und dabei sehr viel Freude hatte.

Bleibt die Frage: Wie kann das gelingen?

(Das ist ein Thema für einen eigenen Letter – wie wäre es mit nächster Woche?)

Wichtig ist allerdings, dass du die Vergleicherei mit anderen durch deine eigene Vision ersetzt.

Die wichtigste Entscheidung in deinem Leben ist es dich eigenständig zu entscheiden, was für ein Leben du leben möchtest.

Entscheide selbst, welchen Weg du gehen möchtest, anstatt zu versuchen andere auf Ihrem Weg zu überholen.

Umso klarer du darin bist, WAS DU im Leben möchtest, umso weniger interessiert es dich, WAS ANDERE in ihrem Leben machen.

Das ist der Moment, in dem du erkennst, dass es gar keinen Wettbewerb gibt.

Und aus dieser Haltung heraus kannst du dein Leben frei gestalten und andere dabei unterstützen ihre Träume zu verwirklichen.

Denn das Spiel ist zwar unendlich, aber unsere Zeit ist endlich.

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Der gefährlichste Gedanke der Welt https://mindandmuse.de/blog/der-gefaehrlichste-gedanke-der-welt/ https://mindandmuse.de/blog/der-gefaehrlichste-gedanke-der-welt/#comments Sun, 09 Feb 2025 15:30:00 +0000 https://mindandmuse.de/blog/der-gefaehrlichste-gedanke-der-welt/ Weiterlesen

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„To become a master, you must first be willing to be a fool.“
 Richard Feynman


Du bist dümmer, als du denkst.

Sorry (not sorry) 🙃

Aber das ist eine gute Nachricht.

Wenn du mir deine Aufmerksamkeit für die nächsten Minuten schenkst, dann zeige ich dir in diesem Letter auch warum.

Falls du hin und wieder die Nachrichten verfolgst oder durch Social Media scrollst, ist dir bestimmt auch mal der Gedanke gekommen: "WTF ist eigentlich falsch mit diesen Menschen?".

Ich sag es dir.

Ein großes Problem in unserer aktuellen Gesellschaft ist nicht, das es so viele "dumme" Menschen gibt.

Das wirkliche Problem sind all die Menschen, die sich für weise und allwissend halten. Es gibt zu viele Menschen die glauben, sie hätten auf alles die richtigen Antworten. Sie hätten das Leben verstanden und ihre Sicht auf die Dinge ist die einzig wahre und richtige.

Das sind Menschen, die irgendwann aufgehört haben neues zu lernen und die sich gegen neue Perspektiven wehren. Anstatt ihren Horizont zu erweitern, verhärten sie die Ränder ihres Denkens. Übrig bleibt eine Weltanschauung, die es unter allen Umständen zu verteidigen gilt.

Das Problem ist nicht Unwissenheit, sondern Ignoranz.

Wir leben in einer Gesellschaft, die das Wissen feiert. In der Schule gibt es gute Noten, für alles, was du korrekt wiedergeben kannst. Im Fernseher läuft "Wer wird Millionär" und belohnt Menschen mit einem guten Allgemeinwissen. Daran ist grundsätzlich nichts falsch.

Aber es besteht die Gefahr, dass wir unsere Identität an diesen "Schau mal, was ich alles weiß"-Status haften. Wer einmal als klug, clever oder intelligent gilt, möchte dieses Label nur ungern wieder abgeben. Um diesen Status nicht zu gefährden, kann es schnell passieren, das wir es uns in bekannten Themen bequem machen.

Dazu kommen klassische Denkfehler, die es uns schwer machen, unsere Meinungen & Weltanschauungen zu hinterfragen.

Ein Beispiel ist der My-Side-Bias: Wir bewerten Informationen die unseren Ansichten entsprechen eher als wahr und korrekt, als Informationen, die uns widersprechen. Verstärkt wird das ganze durch die neusten Social-Media Algorithmen, die uns genau den Content anzeigen, der uns gefällt. Umso mehr wir aus "unserer Bubble" mitbekommen, umso stärker glauben wir daran, dass dies die Wahrheit ist.

All das macht uns nicht klüger, sondern selbstzufriedener.

Willkommen in der mentalen Sackgasse.

Der gefährlichste Gedanke lautet: Das weiß ich schon.

Denn er verschließt deinen Geist vor neuen Perspektiven. Du nimmst dir selbst die Möglichkeit neues zu lernen. Der Grund dafür ist Angst. Du hast Angst davor, zu erkennen, dass du falsch liegst. Du hast Angst davor, als Amater entlarvt zu werden. Du hast Angst davor "dumm" dazustehen. Etwas neues zu lernen wird dann immer unattraktiver.

Die Folge ist dauerhafte Stagnation.

Und das ist langfristig der Tod für ein kreatives & selbstbestimmtes Leben.

Wir müssen akzeptieren, dass wir "dümmer" sind, als wir denken.

Das mag hart klingen. Aber in Wahrheit ist es eine Befreiung.

Denn genau dieser Mind-Shift öffnet uns die Türen, für das Leben das wir leben wollen, aber noch nicht tun.

Wer bereit ist, sich neu zu entdecken, findet Wege, die andere übersehen.

Aus meiner Beobachtung heraus gibt es zwei Arten von Menschen:

1) Diejenigen, die immer schlau wirken wollen.

2) Diejenigen, die wirklich klüger werden wollen und keine Angst haben dabei "dumm" zu wirken.

Ich selbst gehörte lange Zeit zur ersten Gruppe. Eines meiner Lebensziele ist es, so weise wie Albus Dumbledore zu sein. (Falls du ihn nicht magst, denk an Gandalf oder Master Yoda)

Lange Zeit habe ich mich an mein Wissen geklammert und war stolz darauf, in diversen Trivial Pursuit Runden zu brillieren. Mit der Zeit habe ich aber erkannt, dass es viel aufregender ist zu entdecken, was ich noch nicht weiß, anstatt mich in meinem Wissensschatz zu suhlen.

Die Lösung, um ein weiser alter Julian zu werden, lautet:

Intelektuelle Demut oder auch Anfängergeist.

Es geht um eine Haltung der Offenheit gegenüber allem was wir lernen & entdecken. Anstatt alles direkt mit unseren Vorurteilen zu überladen, versuchen wir die Perspektive eines Anfängers (oder eines Kindes?) einzunehmen.

Wir begegnen der Engstirnigkeit mit einem offenen Geist. Das führt dazu, dass wir mehr Möglichkeiten entdecken, als wenn wir uns in unserem Experten-Wissen verschanzen würden.

Im Zen-Buddhismus trägt dieses Konzept den Namen: Shoshin

In the beginners mind there are many possibilits, in the experts there are few.

Die wahre Stärke liegt nicht darin, alles zu wissen – sondern darin, die Grenzen des eigenen Wissens zu erkennen. Und aus dieser Haltung heraus, das Leben als Entdeckungsreise zu betrachten.

Der legendäre Charlie Chaplin sagte: Wir sind alle Amateure. Wir haben gar nicht genug Zeit etwas anderes zu sein.

Er hat diesen Punkt sicherlich angemessener formuliert, als ich am Anfang dieses Letters, aber der Punkt steht. Und übrigens: Amateur bedeutet übrigens "Liebhaber". Amateure sind also die Menschen, die etwas aus der Liebe zur Sache tun und nicht nur, weil sie es gut können. Vielleicht sollten wir alle ein bisschen mehr Amateure sein?

Denn das ist die Grundlage für Ideen, Kreativität und Selbstverwirklichung. Sie entstehen nicht aus Gewissheit, sondern Offenheit & ehrlichem Interesse.

Aber wie schaffen wir es, diesen Anfängergeist zu bewahren?

Wie bleiben wir offen, neugierig und beweglich?

Hier sind drei Ideen:

Neue Perspektiven

Ich lese jedes Jahr ca. 30 Sachbücher. Ich würde niemals auf die Idee kommen zu denken, ich wüsste schon alles. In jedem Buch stecken neue Perspektiven, interessante Gedanken und inspirierende Geschichten. 

Eine weitere Möglichkeit sind Reisen. Wenn du in andere Kulturen eintauchst, stärkt das dein "open-minded-thinking", denn du beginnst Vorurteile zu hinterfragen und neu zu justieren.

Gegensätzliche Argumente

Es kann helfen (und ziemlich unangenehm sein) deine eigenen Weltanschauungen zu hinterfragen. Wenn du genug Offenheit mitbringst, dann tausche dich doch mal mit einer Person aus, die eine komplett andere Meinung vertritt als du. 

Wichtig dabei: Höre zu. Denn wenn du nur redest, dann erfährst du kaum etwas neues.

Neues ausprobieren

Trau dich doch mal wieder ein Anfänger zu sein. 

Wirst du dich dabei wie ein Trottel anstellen? Möglicherweise ja. Meine Frau ist eine begnadete Künstlerin, von ihr inspiriert habe ich mich vor einigen Wochen an Acryl-Malerei versucht. Eine Leinwand sieht passabel aus, die andere schmückt nun unsere Mülltonne von innen. Aber es war spannend, diese für mich komplett neue Kunstform einmal auszuprobieren.


Wann hast du zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Wann hast du etwas aus Liebe zur Sache gemacht?

Wann hast du dir erlaubt, ein Trottel zu sein?

Umso öfter du deinen Anfängergeist stärkst, umso lebendiger wird dein Leben & Denken.

Denn echte Weisheit beginnt mit der Erkenntnis, dass du noch lange nicht ausgelernt hast.


Zum Abschluss noch eine Frage für dich:


Welche Meinung könnte ich infrage stellen, wenn ich mutig genug wäre?
Nutze diese Frage gerne als Journaling-Impuls
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Die Identitätsfalle - Wer bist du wirklich? https://mindandmuse.de/blog/die-identitaetsfalle-wer-bist-du-wirklich/ https://mindandmuse.de/blog/die-identitaetsfalle-wer-bist-du-wirklich/#comments Sun, 02 Feb 2025 15:30:00 +0000 https://mindandmuse.de/blog/die-identitaetsfalle-wer-bist-du-wirklich/ Weiterlesen

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To define is to limit
Oscar Wilde


Wer bin ich eigentlich?

Diese Frage kann der Beginn einer wundervollen Reise des Selbstentdeckens sein.

Oder sie kann für Kopfschmerzen sorgen.

Oder sie kann geradewegs in eine Falle führen.

Vor gut 7 Jahren dachte ich, endlich eine Antwort auf die Frage gefunden zu haben.

Ich hatte gerade das Buch "Still - die Kraft der Introvertierten" gelesen und zum ersten Mal in meinem Leben das Gefühl, mich verstanden zu fühlen. Jahrelang hatte ich gedacht, mit mir stimmt etwas nicht – weil ich lieber nachdenke, bevor ich spreche. Weil mir Smalltalk schwerfällt. Weil ich mich nach langen sozialen Interaktionen erschöpft fühle. Mein stilles Wesen wurde stets abgewertet.

Doch dann die Erkenntnis: Ich war nicht „komisch“ – ich bin einfach introvertiert.

Es fühlte sich wie eine Befreiung an. Die nächsten Wochen & Monate verbrachte ich damit, möglichst viel über Introversion herauszufinden, schließlich wollte ich es jetzt auch verstehen. Und genau das, war ein Fehler.

Ich bin in die Identitätsfalle getappt. Ich war so "besessen" davon alles über Introversion herauszufinden, dass ich mich unbewusst zu einem Stereotyp-Intro verwandelt habe. Ich habe davon gelesen, was Intros am ehesten für Musik hören, also habe ich die Musik gehört. Ich hab erfahren, wie die meisten Intros mit sozialen Interaktionen umgehen, also habe ich das imitiert.

Ich dachte, ich hätte meine Identität gefunden.

Dabei habe ich mir nur ein neues Label verpasst.

Und genau da lag das Problem.

Identität kann dir Halt geben. Sie kann ein Anker sein. Aber sie kann dich auch einschränken.

Sobald du deine Identität mit irgendwelchen Labeln zuklebst, bist du auf dem besten Weg dein Leben nicht besser, sondern monotoner zu machen.

Denn egal welche Worte du dafür findest, "wer" du bist, diese Worte werden dich in gewisser Weise immer einschränken. Dein Leben besteht aus so vielen Facetten, das lässt sich nicht zusammenfassen.

Denn du bist einzigartig.

Und jedes Label, dass du dir verpasst, schränkt diese Einzigartigkeit ein.

Also hafte deine Identität nicht an eine Berufsbezeichnung, ein Stereotyp, an eine politische Meinung und erst recht nicht an eine Zahl auf dem Bankkonto. Du bist mehr als dein Job. Mehr als dein Hobby. Mehr als dein Auto, egal wie teuer es war.

Überhaupt: Identifiziere dich mit nichts, was man dir wegnehmen kann.

Denn was ist, wenn dein Haus abbrennt? Wenn du deinen Job verlierst? Wenn dein Auto geklaut wird? Wenn die Aktienkurse abstürzen? Solche Ereignisse können schnell in einer Identitätskrise enden. Also denk gar nicht erst daran, dich anhand äußerer Faktoren zu messen.

Das gilt auch für die Label, die andere Menschen dir verpassen. Wir lieben es, Menschen in Boxen zu packen. Unser Verstand strebt nach Ordnung & Struktur. Wir wollen verstehen, wer jemand ist und was er macht. Da sind Stempel sind schnell verteilt:

"Er ist ein Arzt."

"Sie ist eine alleinerziehende Mutter."

"Er ist I-Phone User"

"Das sind XYZ-Partei-Wähler".

Nein verdammt. Sie sind alle viel mehr als das.

Du kannst nicht komplett beeinflussen, was andere Menschen von dir halten. Das ist okay.

Wichtig ist: Lass dich davon nicht beeindrucken oder einschränken.

Die Erwartungen anderer an dich müssen dich nicht kümmern. Das ist nicht dein Job.

Du entscheidest selbst, wer du bist.

Und noch wichtiger: Du entscheidest selbst, wer du sein möchtest.

Sobald du dich einmal davon gelöst hast, in Labeln über dich zu denken, kannst du damit beginnen dich und dein Leben als Geschichte zu betrachten.

Anstatt auf den Status quo zu schauen, schau auf das nächste Kapitel deines Lebens.

Anstatt "Wer bin ich?" zu fragen, frage dich "Wer möchte ich sein?"

Welche Geschichte möchtest du mit deinem Leben erzählen?

Wenn in dir auch nur ein klitzekleiner Funken Selbstbestimmung übrig ist, dann wirst du spätestens mit dieser Frage erkennen, das dein Ziel niemals war irgendeinem Label zu entsprechen. Sondern das es darum geht, dich in deiner Einzigartigkeit auszuleben.

Leben, nicht labeln.

Und wovon lebt eine Geschichte?

Von Handlung.

Deswegen ist es wohl kein Zufall, dass das Wort Identität ursprünglich "wiederholtes Sein" bedeutet.

Deine Routinen, deine Gewohnheiten, deine Gedanken, deine weirden Spleens & Marotten. Das was du immer wieder tust, ist das, was dich ausmacht.

Identität ist nichts Starres. Du bist kein Schriftsteller, weil du es sagst. Du bist ein Schriftsteller, weil du schreibst. Du bist kein Sportler, weil du Sportklamotten trägst. Du bist ein Sportler, weil du trainierst.

Das Gute daran ist: Das kannst du immer wieder ändern, neu formen und austauschen.

Konzentriere dich auf deine Geschichte.

Folge deiner Neugier.

Werde dir klar darüber, wie das nächste Kapitel deines Lebens aussehen soll.

Lass dich nicht durch Label, Berufsbezeichnungen & Stereotype einengen, sondern frage dich, wie du dich verhalten musst, um zu erreichen, was du dir wünscht.

- Was musst du tun?

- Was musst du essen (auch mental)?

- Wie möchtest du dich fühlen?

- Worüber möchtest du nachdenken?

Denn das ist es, was am Ende deine Identität ausmacht.

Weißt du: Ich möchte Schriftsteller sein. Ich möchte aber nicht irgendein Stereotyp-Schrifsteller sein, sonder ich möchte Julian sein – der auch Bücher schreibt und vom Schreiben leben kann. Und trotzdem manchmal lieber zockt, als Bücher liest. Der einen athletischen Körper haben möchte, dessen Lieblingsessen aber Pizza ist. Der Julian, der politisch eher progressiv ist, aber bei technischen Neuheiten erstmal fragt "wofür brauche ich den Scheiß?".

Label sind so beliebt, weil sie übersichtlich sind. Sie geben deinem Selbstbild eine gewisse Struktur.

Aber deine wahre Identität ist vielmehr ein wandelnder Widerspruch.

Deine Aufgabe ist es, diese Widersprüche auszuhalten. Wie all deine liebsten Charaktere in Büchern und Filmen. Ihre Gegensätze machen die Geschichten doch erst so interessant.

Deine Lebensgeschichte übrigens auch.

Erlaube dir undefinable zu sein.

Du bist undefinierbar.

Und das ist eine verdammt gute Nachricht.


Zum Abschluss noch eine Frage für dich:


Welche Seiten von dir versteckst du? (und warum?)
Nutze diese Frage gerne als Journaling-Impuls
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Die Illusion der Freiheit https://mindandmuse.de/blog/die-illusion-der-freiheit/ https://mindandmuse.de/blog/die-illusion-der-freiheit/#comments Sun, 26 Jan 2025 15:30:00 +0000 https://mindandmuse.de/blog/die-illusion-der-freiheit/ Weiterlesen

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Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will.
Jean-Jacques Rousseau


In diesem Letter werden wir eine Illusion platzen lassen:

Die "Illusion der Freiheit"

Der Traum von einem selbstbestimmten & kreativen Leben, wird häufig begleitet von der Vorstellung, frei von Verpflichtungen zu sein und ganzen Tag Zeit zu haben für unsere Lieblingsbeschäftigungen. Einfach nur Schreiben. Einfach nur malen. Einfach nur "was auch immer" - Hauptsache keine lästigen Pflichten, die es zu erledigen gilt.

Die unbequeme Wahrheit ist: Das ist alles nur eine schöne Illusion.

In unserem Leben wird es immer Verpflichtungen geben. Egal wie "frei" wir sind.

Zum einem sind da körperliche Verpflichtungen: Du brauchst genug Wasser, du musst etwas Essen, dein Körper braucht Schlaf. Du musst dich um ihn kümmern.

Dann gibt es soziale Verpflichtungen: Freunde, Familie – jede Beziehung, die du führst, braucht Pflege. Mal mehr, mal weniger, aber ganz ohne geht es nicht. Du musst dich auch um die Menschen in deinem Umfeld kümmern, denn ganz ohne Menschen kannst auch du nicht leben (und das sage ich als hochgradig introvertierte Person)

Darüber hinaus gibt es noch weitere Verpflichtungen für dein Wohlergehen. Du musst dafür sorgen, das du gesund bleibst, ein Dach über dem Kopf hast, vor Gefahren geschützt bist, finanziell ausreichend versorgt bist.

Kurz gesagt: Ein Leben ohne Verpflichtungen ist nicht möglich. Ein Leben ohne Verpflichtungen bedeutet Tod.

Das gilt auch im Kontext der Selbstverwirklichung.

Wenn du dich selbstständig machst (eine Erfahrung, die ich nur empfehlen kann), dann hast du grundsätzlich erstmal mehr Freiraum als ein Angestellter. Du kannst dir deine Zeit freier einteilen, musst nicht zwingend ins Büro fahren und niemand achtet darauf, ob du auch wirklich 40 Stunden die Woche arbeitest.

Diese Freiheit geht aber auch mit Verpflichtungen einher. Du musst dich zum Beispiel um Steuern kümmern (oder jemanden dafür beauftragen). Du musst das Verkaufen lernen. Mit finanzieller Unsicherheit leben können. Deine eigenen Prozesse schaffen, damit du nicht im kreativen Chaos versinkst. Möglicherweise musst du auch lernen, deinen Kaffee alleine zu trinken, ohne das Pläuschen mit Kolleginnen.

Ich möchte dir keine Angst vor der Selbstständigkeit oder jeden anderen Art der selbstbestimmten Entfaltung machen, sondern die Augen öffnen, dass die Wunschvorstellung von einem Leben in Freiheit, in gewisser Weise eine Illusion ist. Du wirst niemals komplett frei sein.

Aber das ist überhaupt nicht schlimm.

Denn es geht nicht darum, alle Pflichten loszuwerden.

Die entscheidende Perspektive ist eine andere:

Stell dir vor, das Leben wäre ein Spielplatz und alle Menschen würden ständig zur Rutsche gehen. Sie rufen dir zu:

"Das ist das beste, was du tun kannst!"

"Es gibt nichts besseres als die Rutsche!"

"Du musst unbedingt auch Rutschen!"

Du entscheidest dich, aber lieber schaukeln zu gehen. Du bestimmst also selbst, was du machen möchtest. Ein Akt der Freiheit. Du bist frei in deiner Entscheidung, aber nicht frei von Verpflichtungen.

Vielleicht musst du dir selbst Anschwung geben. Das Alleinsein aushalten. Die komischen Blicke der anderen ertragen, die an der Rutsche anstehen. Den eigenen Weg zu gehen, macht auf der einen Seite frei und bringt eigene Verpflichtungen mit – aber eben diejenigen, die du dir selbst ausgesucht hast.

Und das ist der entscheidende Unterschied:

Freiheit ist nicht das frei sein von Verpflichtungen.

Freiheit ist die Möglichkeit, dir deine eigenen Verpflichtungen aussuchen zu können.

Auch wenn sie sich manchmal unangenehm anfühlen, so braucht es im Leben eben bestimmte Regeln, Routinen & Grenzen.

Denn sie geben deinem Leben Struktur und Sinn. Sie sind wie ein Kompass, der dir anzeigt, was du tun musst.

Und dein Gehirn braucht in einem gewissen Rahmen Ordnung & Regeln. Die Vorstellung von "absoluter Freiheit" würde nur zu Überforderung & Lähmung führen und ganz schnell in Unzufriedenheit enden. Denn du kannst nicht "alles" im Leben machen, irgendwann ist deine Zeit zu Ende. Du musst Entscheidungen treffen.

Wenn du dich künstlerisch ausleben möchtest und Bilder malen möchtest, dann musst du gewisse Techniken lernen, dich mit Farben & Materialien beschäftigen. Du musst bereit sein, am Anfang möglicherweise katastrophale Bilder zu malen. Du musst dir aktiv Zeit in deinem Alltag dafür freiräumen. Du musst damit umgehen können, das du vielleicht an dir selbst zweifelst. Du musst bereit sein, all dies auf dich zu nehmen.

Denn ohne diese Verpflichtungen dir selbst gegenüber, würde der Traum von der Malerei eben nur ein Traum bleiben.

Jetzt sagst du vielleicht: Aber das fühlt sich gar nicht wie eine Pflicht an.

Und genau darum geht es.

Ein kreatives Leben braucht Verantwortung.

Echte Selbstverwirklichung braucht klare Entscheidungen & Verpflichtungen.

Wichtig ist, dass du dir diese Verpflichtungen selbst aussuchen kannst. Und diese Entscheidung möglichst bewusst triffst. Sodass es sich dann (irgendwann) nicht nach Einschränkung anfühlt.

Dann bist du wirklich frei.

p.s. Möglicherweise habe ich das Wort Verpflichtungen (zu) oft in diesem Letter genutzt. Aber wenn es geholfen hat, weniger Abneigung dem gegenüber zu haben, dann war es das wert.


Zum Abschluss noch eine Frage für dich:


Welche Verpflichtungen bin ich bereit einzugehen, um meinen Traum zu erfüllen?
Nutze diese Frage gerne als Journaling-Impuls
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Was würdest du sagen, wenn ich dir 10 Millionen Euro schenken würde? Einfach so. Ohne Bedingungen, ohne Haken. Du würdest vermutlich "Ja" sagen und dankend annehmen.

Aber was wäre, wenn ich dir 10 Millionen Euro anbieten würde – mit einer einzigen Bedingung: Du wirst morgen nicht mehr aufwachen. Heute wäre dein letzter Tag.

Du würdest ablehnen.

Denn die Aussicht, morgen früh wieder die Augen zu öffnen, ist mehr wert als 10 Millionen Euro. Mehr wert als 100 Millionen. Sogar mehr wert als 1 Milliarde Euro. Vermutlich würdest du dein zukünftiges Leben für kein Geld der Welt verkaufen. Deine Zukunft ist für dich unbezahlbar, weil es nichts Wertvolleres gibt.

Und wenn du diese Zeilen hier gerade liest, dann hast du das größte Geschenk bereits erhalten: den heutigen Tag. Und mit hoher Wahrscheinlichkeit wirst du auch morgen wieder die Augen öffnen.

Das bedeutet: Du bekommst 86.400 neue Sekunden Leben.

Noch einmal die Augen aufzuschlagen, ist das größte Geschenk, das uns Menschen zu teil wird.

Die Frage ist, wie gehen wir mit diesem Geschenk um?

Die Antwort ist erstaunlich ernüchternd.

Das obige Gedankenspiel zeigt: Lebenszeit ist wertvoller als Geld. Und doch behandeln wir sie oft, als wäre sie unendlich verfügbar.

Mit Geld gehen wir achtsam um. Wir vergleichen Preise, überlegen vor jedem Kauf, was sich "lohnt". Niemand würde einfach sein gesamtes Konto leeren – und doch verschwenden wir Zeit, als wäre sie unendlich.

Wir sparen Geld für die Zukunft, während unser Lebenszeitkonto jeden Tag unaufhaltsam abläuft. Sekunde für Sekunde.

Ein 80-jähriger Milliardär würde all sein Vermögen hergeben, um wieder 20 zu sein.

Warum?

Weil er dann immer noch ein Milliardär wäre – nur eben ein Zeit-Milliardär.

Der Zeit-Milliardär

Vermutlich bist du auch ein Zeit-Milliardär.

Eine Milliarde Sekunden, das sind gut 31 Jahre. Menschen Anfang 20 haben ca. 2 Milliarden Sekunden auf ihrem Konto (wenn wir davon ausgehen sie werden 80 Jahre alt).

Mit 50 bleiben dir immer noch gut 1 Milliarde.

Viele (junge) Menschen glorifizieren die Milliardäre dieser Welt. Sie bewundern ihre Yachten, Villen und Statussymbole. Dabei vergessen sie, dass sie selbst viel viel reicher sind.

Eine Rolex zu besitzen mag cool sein, aber Zeit zu haben ist entscheidend.

Du brauchst nicht dem Reichtum, auf deinem Konto hinterherjagen.

Du bist bereits schon reich.

Du wirst reich geboren.

Die entscheidende Frage ist also: Wie willst du diesen Reichtum nutzen?

Denn anders als Geld, vermehrt er sich nicht.

Deine Lebenszeit wird immer weniger. Genau das macht sie so wertvoll.

Bestimmt ist dir der lateinische Ausdruck "Memento Mori" ein Begriff. Er steht sinngemäß für: „Sei dir deiner Sterblichkeit bewusst“.

Aber es gibt dazu auch ein, eher unbekanntes, Gegenstück: "Memento Vivere". Es bedeutet so viel wie: "Erinnere dich daran zu leben."

Gedanken über unsere begrenzte Lebenszeit führen oft zu Gedanken über unseren Tod – Memento Mori. Aber dabei dürfen wir das Leben nicht vergessen. All die Momente die wir noch erleben dürfen. All die Erfahrungen, die wir noch machen können. All die Träume, die wir uns noch erfüllen können.

Jeder einzelne Tag ist eine Gelegenheit, zu leben – wirklich zu leben. Doch stattdessen hetzen wir, funktionieren, erfüllen Verpflichtungen.

Fang nicht erst an zu leben, wenn du kurz davor stehst, mit dem Leben aufzuhören.

Von Fülle & Erfüllung

Wer sich seiner Endlichkeit bewusst wird, spürt oft den Drang, die verbleibende Zeit maximal auszukosten. Das klingt gut – aber genau hier lauert eine Falle:

Der Gedanke, alles erleben zu müssen, führt uns nicht in die Erfüllung, sondern in die Überforderung.

Hier beginnt die Unterscheidung zwischen Fülle und Erfüllung.

"Life your life to the fullest" – ein oft gehörter Satz, der noch häufiger missverstanden wird.

Denn ein erfülltes Leben ist nicht gleichbedeutend mit einem gefüllten Leben.

Die Welt suggeriert uns, dass wir möglichst viele Erfahrungen sammeln, Projekte umsetzen und Reisen unternehmen sollen. Voller Terminkalender, randvolle To-do-Listen – all das gilt als Zeichen von Erfolg. Aber je voller dein Kalender, desto leerer fühlt sich oft die Seele an.

Frag dich also:

Willst du am Ende deines Lebens möglichst viel erlebt haben – oder die Dinge erlebt haben, die dich wirklich glücklich gemacht haben?

Fülle jagt das "Mehr".

Erfüllung findet das "Wesentliche".

Es geht nicht darum, möglichst lange zu leben.

Es geht nicht darum, möglichst intensiv zu leben.

Es geht darum, möglichst erfüllt zu leben.

Wie gelingt dir das?

Indem du lernst Grenzen, zu ziehen und deine wertvolle Lebenszeit zu beschützen.

Der Schlüssel dazu sind zwei, kleine aber kraftvolle Worte:

Das schönste Wort der Welt ist "ja", das wichtigste ist "nein".

  • Ein "Ja" füllt dein Leben. Mit Möglichkeiten, Abenteuern und Erfahrungen. Ja zu sagen, macht dein Leben lebendig. Das fühlt sich angenehm an, aufregend, reizvoll. Aber wenn du zu oft "Ja" sagst, wird dein Leben übervoll. Nicht mit Bedeutung, sondern mit Ballast.
  • Ein "Nein" sorgt dafür, dass dein Leben nicht überquillt. Du setzt Grenzen und beschützt deine Lebenszeit. Nein zu sagen ist manchmal unangenehm und schwer. Aber es sorgt dafür, dass du deine Lebenszeit nicht verschenkst. An Menschen und Unternehmen, die sie nicht verdienen. Vergiss nicht: "Nein" ist ein ganzer Satz.

Wir alle kennen die Momente, in denen wir "Ja" gesagt haben, obwohl wir "Nein" sagen wollten. Mach dir bewusst, dass du in diesen Situationen, deine Lebenszeit verschenkt hast. Vermutlich sogar verschwendet hast.

Umso bewusster du Ja & Nein sagen kannst, umso bewusster kannst du deine Lebenszeit gestalten.

Vermutlich gibt es nichts Wichtigeres.

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Das spirituelle Massensterben https://mindandmuse.de/blog/das-spirituelle-massensterben/ https://mindandmuse.de/blog/das-spirituelle-massensterben/#comments Sun, 05 Jan 2025 15:38:00 +0000 Mind & Muse Letter https://mindandmuse.de/blog/das-spirituelle-massensterben/ Weiterlesen

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Die wertvollsten Orte der Welt sind unsere Friedhöfe.

Hier liegen all die Träume begraben, die nie ausgelebt wurden.

All die Bücher, die nie geschrieben wurden. All die Songs, die nie komponiert wurden. Alle die Bilder, die nie gemalt wurden. All die Unternehmen, die nie gegründet wurden. All die Briefe, die nie abgeschickt wurden. All die Worte, die nie gesagt wurden. All die Küsse, die nie verteilt wurden.

Auf unseren Friedhöfen liegen nicht nur geliebte Menschen, sondern auch Lebensgeschichten, die nie erzählt wurden.

Wir sind inmitten eines globalen Massensterbens, ökologisch & spirituell.

Jedes Jahr sterben tausende Tierarten, jeden Tag sterben Millionen von Träumen.

Jeden Tag geben Menschen ihre Träume auf, um ein "vernünftiges" Leben zu führen. Sie folgen lieber dem "richtigen" Weg der Gesellschaft, anstatt ihrem eigenen.

Sie geben ihre Träume auf, weil es gerade nicht die richtige Zeit ist. Weil sie sich nicht bereit fühlen. Weil sie sich unsicher sind, was andere Menschen davon halten. Weil sie Angst haben anzuecken. Weil sie nichts "ungewöhnliches" machen wollen.

Umso mehr Träume du sterben lässt, umso größer wird die innere Leere in dir.

Diese Leere will gefüllt werden…

Und die Welt, in der wir leben, wartet nur darauf.

Das Problem der Komfortzone

Schau dich um.

Unsere Gesellschaft bewegt sich immer mehr in die Richtung, unser Leben so bequem wie möglich zu machen.

Alles auf einen Knopfdruck. Alles vom Sofa aus. Alles einfach.

Comfort. Convenience. Cozy.

Die neusten Apps, Gadgets & Smartphones sind dafür designed uns das Leben möglichst einfach zu machen. Das ist grundsätzlich nicht verkehrt, es ist immerhin besser, als unseren Einfallsreichtum dafür zu nutzen bessere Waffen zu entwickeln.

Aber die Sache hat einen Haken.

All das sorgt nur für ein oberflächliches Gefühl von Erfüllung.

Viele Menschen vermeiden in die Leere, indem sie ihr Leben befüllen. Mit Terminen, Impulskäufen, Fast Food, TikToks, Streitereien in Kommenspalten, Alkohol und Binge Watching – mit allem, was Ihnen schnell ein Gefühl von Lebendigkeit gibt.

Ablenkungen von der inneren Leere.

Ablenkung von gestorbenen Träumen.

Ein Schuss nach dem anderen.

Einige der größten Unternehmen haben das natürlich erkannt. Sie servieren uns das "süße Leben", möglichst bequem und komfortabel. Sie haben kein Interesse daran, dass wir wirklich glücklich sind. Sie wollen, dass wir es uns in der oberflächlichen Erfüllung gemütlich einrichten – daran hängt ihr Geschäftsmodell.

Ich sage nicht, dass wir alle zu weich geworden sind.

Ich sage nicht, dass wir härter arbeiten werden müssen.

Ich sage, dass wir wahre Erfüllung nicht innerhalb unserer süßen, süßen Komfortzone finden.

Um den spirituellen Tod zu vermeiden, müssen wir lebendig bleiben.

Phasen der Ruhe & Entspannung sind wichtig. Das Leben ausblenden und mit Pizza & Cola eine Netflix-Serie suchten ist vollkommen in Ordnung.

Aber es braucht auch ein Gegengewicht, Lebendigkeit lässt sich nicht nur im Komfort finden.

Du musst deine Komfortzone verlassen.

Dieser Gedanke schreckt viele Menschen ab, denn sie vermuten dort nur Chaos & Überforderung.

Es stimmt, wenn wir uns zu weit aus unserer Komfortzone herausbewegen sind wir schnell überfordert. Wenn wir unser Leben von heute auf morgen komplett umkrempeln wollen, dann regiert das Chaos.

Aber du musst nicht dein ganzes Leben auf den Kopf stellen, um aus der Komfortzone zu kommen. Ein Schritt genügt.

Denn das Bild ist nicht vollständig – zwischen Komfort & Chaos liegt eine weitere Zone:

Die Wachstumszone

Und genau hier, finden wir den Schlüssel zur Lebendigkeit.

3 Zonen

Vom Sofa aufstehen

Wir Menschen sind "wachsende" Wesen.

In uns steckt der innere Antrieb uns weiterzuentwickeln und zu wachsen. Nicht zwingend körperlich, sondern geistig & spirituell.

Wir wollen Neues entdecken.

Wir wollen Abenteuer erleben.

Wir wollen neue Erfahrungen machen.

Schau dir kleine Kinder an, die voller Neugier & Entdeckergeist ihre Umgebung erkunden. Diese Lust, dieser Antrieb steckt in allen von uns, aber viele Menschen unterdrücken es im Erwachsenenalter erfolgreich. Das ist der Zeitpunkt, an dem der spirituelle Tod langsam aber stetig beginnt.

Du hast Träume, du hast Ziele. Es gibt Themen, die dich so sehr interessieren, dass du am liebsten stundenlang in Ihnen versinken möchtest.

Das ist dein Wegweiser in die Wachstumszone.

Folge deiner Neugier. Folge deinen Interessen.

Niemand kann dir sagen, in welchem Bereich du "wachsen" willst. Diese Entscheidung darfst du ganz alleine treffen – es gibt doch nichts Schöneres, oder?

Was möchtest du lernen?

Was möchtest du erleben?

Was möchtest du ausprobieren?

Es wird dir viel leichter fallen, vom "Sofa des Lebens" aufzustehen, den Fernseher auszuschalten und einen Traum zu verfolgen, wenn deine Neugier dich leitet.

Nichts wird dir ein stärkeres Gefühl von Lebendigkeit schenken, als die Überzeugung zu wachsen und deinen Träumen näher zu kommen.

Wird es einfach sein? Nein.

Wird der Weg immer klar sein? Nein.

Wirst du auf Hindernisse stoßen? Ja.

Wirst du an dir zweifeln? Ganz bestimmt.

Erinnere dich an die Zeiten, als dein Körper gewachsen ist. Das unangenehme Gefühl in den Beinen.

Erinnere dich an die Zeiten, als du geistig gewachsen bist. Die ermüdenden Versuche diese eine Matheaufgabe zu verstehen.

Und erinnere dich genauso an die Momente, als du endlich größer als deine Freunde warst oder endlich die Matheformel verstanden hast.

In der Wachstumszone wechseln sich die angenehmen und die unangenehmen Zeiten ab. Momente der Verzweiflung und Augenblicke der Freude. Überfordernde Situationen und Zeiten voller Stolz auf deinen Fortschritt.

Der Weg aus der Komfortzone ist immer mit Unsicherheit verbunden.

Wachstum ist immer mit Unsicherheit verbunden.

Sicherheit findest du nur in der Komfortzone – aber genau das ist ihr größter Betrug. Denn die einzige Sicherheit, die das Leben uns bietet, ist der Tod.

Bleibst du für immer in der Komfortzone, suchst du ständig nach Sicherheit, ist das gleichzusetzen mit dem spirituellen Tod.

Die Entscheidung, ob du deine Träume mit ins Grab nehmen möchtest oder nicht liegt bei dir.

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